Die politische Landschaft in Sachsen-Anhalt vor der Landtagswahl wird zunehmend von Spekulationen über mögliche Bündnisse geprägt. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bereitet nach SPIEGEL-Informationen bereits den ersten Antrag vor, den man gemeinsam mit der AfD unterstützen könnte. Diese Entwicklung verstärkt die Debatte über die politische Nähe der neuen Partei zu den Rechtspopulisten.
Sahra Wagenknecht betonte gegenüber ntv, dass sie noch keinen direkten Kontakt mit dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund habe. Gleichzeitig schloss sie aber ausdrücklich nicht aus, dass es nach der Wahl zu wechselnden Mehrheiten mit der AfD kommen könnte. Die BSW-Gründerin positioniert sich damit weiter im Spannungsfeld zwischen Oppositionskritik und strategischer Flexibilität.
Wagenknecht nutzte die Gelegenheit, auch den thüringischen CDU-Ministerpräsidenten Mario Voigt scharf zu attackieren, den sie als Vertreter einer veralteten Politik kritisierte. Überraschend warf sie auch eigene Mitglieder ihrer Landtagsfraktion vor, die Parteilinie zu schwächen. Die Kampagne des BSW mit dem „Festival der Meinungsfreiheit“ zielt offenbar darauf ab, im Osten Deutschlands als Alternative zu etablierten Parteien zu gelten – auch auf Kosten der Klarheit politischer Distanz.
Quellen: Spiegel Online – Deutschland, ntv – Nachrichten