Buckelwal in Flensburger Förde gesichtet – Behörden warnen vor Störung

Ein seltener Gast sorgt in Schleswig-Holstein für Aufsehen: Ein Buckelwal wurde in der Flensburger Förde gesichtet und zieht nun die Aufmerksamkeit von Behörden und Naturliebhabern auf sich. Das Tier, das zuvor bereits in mehreren Ostseeanrainerstaaten beobachtet wurde, schwimmt seit Tagen entlang der Küstenregion und ist nun in die Förde vorgedrungen – ein ungewöhnliches Ereignis für diese Gewässer.

Die Wasserschutzpolizei ist vor Ort im Einsatz, um sicherzustellen, dass das Meeressäuger nicht durch Boote oder Neugierige gestört wird. Das schleswig-holsteinische Umweltministerium bestätigte, dass es sich höchstwahrscheinlich um denselben Wal handelt, der in den vergangenen Tagen in dänischen und deutschen Gewässern gesichtet wurde. Expert:innen betonen, dass Buckelwale normalerweise nicht in solch flachen Küstennähe vordringen, was die aktuelle Situation besonders ungewöhnlich macht.

„Wir bitten alle Wassersportler und Schaulustigen, Abstand zu halten und das Tier nicht zu belästigen“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. „Der Wal muss in Ruhe navigieren können, um möglicherweise wieder in tiefere Gewässer zurückzukehren.“ Auch Drohnenflüge über dem Tier seien untersagt, da sie den Wal zusätzlich stressen könnten.

Die genauen Gründe für die Anwesenheit des Buckelwals in der Förde sind bislang unklar. Experten vermuten, dass das Tier möglicherweise aus der Nordsee in die Ostsee abgekommen ist oder auf der Suche nach Nahrung ist. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin engmaschig.

Quellen: Der Tagesspiegel, FAZ Online