Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat am Montag in Flensburg ein hochrangiges Treffen mit seinen Amtskollegen aus den Ostsee-Anrainerstaaten geleitet. Im Fokus der Beratungen standen Maßnahmen zur Abwehr hybrider Bedrohungen, die zunehmend über digitale und technologische Mittel wie Drohnen ausgeübt werden. Angesichts wachsender sicherheitspolitischer Spannungen in der Region gilt Schleswig-Holstein als strategisch wichtiger Standort – nicht zuletzt aufgrund seiner Lage an der deutschen Ostseeküste.
Die Konferenz in der norddeutschen Hafenstadt soll einen gemeinsamen Koordinierungsrahmen für den Umgang mit unbemannten Luftfahrtsystemen schaffen, die sowohl für Spionage als auch für Sabotage eingesetzt werden könnten. „Wir brauchen eine vernetzte, schnelle Reaktionsfähigkeit entlang der gesamten Ostseeküste“, betonte Dobrindt. Ziel sei es, Frühwarnsysteme zu etablieren und Notfallpläne für kritische Infrastrukturen wie Häfen, Energietransportleitungen und Kommunikationsknoten zu verschärfen.
Flensburg als Tagungsort unterstreicht dabei die regionale Bedeutung Schleswig-Holsteins in sicherheitspolitischen Fragen. Die enge Zusammenarbeit mit Nachbarländern wie Dänemark, Schweden und Polen soll durch regelmäßige Austauschformate institutionalisiert werden. Auch technologische Lösungen, etwa Störsender oder automatisierte Erkennungssysteme, wurden diskutiert. Das Treffen gilt als Signal für eine verstärkte regionale Sicherheitsarchitektur an Deutschlands nördlichem Rand.
Quellen: ARD Tagesschau – Inland (DE, 28.08.2026 02:04)