Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Samstagmorgen eine mehrwöchige Dürre betroffene Region in der rheinland-pfälzischen Eifel besucht. Begleitet von Vertretern der Landesregierung und Umweltexperten, informierte er sich über die Schäden an Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen. Besonders betroffen ist das Gebiet rund um das Ahrtal, wo bereits mehrfach Brände ausgebrochen waren. Lokale Feuerwehreinheiten mussten wiederholt ausrücken, um kleinere Brandherde zu löschen.
Merz betonte nach der Begehung: „Der Klimawandel ist kein abstraktes Szenario mehr – er brennt sich buchstäblich in unsere Landschaft ein.“ Er verwies darauf, dass die kommende Kabinettsklausur in zwei Tagen gezielt auf Anpassungsstrategien und Investitionen in die Resilienz der ländlichen Infrastruktur setzen werde. Rheinland-Pfalz spiele dabei eine Schlüsselrolle, da hier besonders empfindliche Ökosysteme wie Laub- und Mischwälder unter den extremen Bedingungen leiden.
Landesumweltminister Thorsten Storck (Grüne) begrüßte den Besuch als Zeichen der Aufmerksamkeit, mahnte jedoch konkrete finanzielle Unterstützung an. „Wir brauchen nicht nur Solidaritätsbekundungen, sondern dauerhafte Förderprogramme für Aufforstung, Wasserspeicher und Brandfrühwarnsysteme“, sagte er. Auch kommunale Vertreter warnen vor einer Zuspitzung im Herbst, falls keine Niederschläge folgen. Die Meteorologen prognostizieren jedoch weiterhin überdurchschnittliche Temperaturen bis Ende August.
Quellen: Der Tagesspiegel