BVG testet Pink*Zones an U-Bahnhöfen für mehr Sicherheit

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) starten ein neues Pilotprojekt zur Verbesserung der Sicherheit in der U-Bahn. An ausgewählten Bahnhöfen werden rund um die 570 vorhandenen Notrufsäulen farbliche Markierungen in Pink angebracht. Die sogenannten Pink*Zones sollen die Sichtbarkeit der Notrufstationen erhöhen und potenziellen Hilfesuchenden – besonders in stressigen oder bedrohlichen Situationen – eine klare Orientierung bieten.

Die Idee basiert auf Erkenntnissen aus Sicherheitsstudien, wonach viele Fahrgäste im Ernstfall die Notrufsäulen nicht schnell genug finden. „Wir wollen, dass die Notrufe leichter auffindbar sind, ohne dass wir neue Technik installieren müssen“, erklärte eine BVG-Sprecherin. Die farbliche Markierung auf dem Boden und an den Wänden soll auch eine psychologische Wirkung entfalten: Wer sich in der Nähe der markierten Zone befindet, soll sich sicherer fühlen, Angreifer hingegen abgeschreckt werden.

Zunächst wird das System an einigen zentralen und stark frequentierten Stationen getestet, darunter Alexanderplatz und Gesundbrunnen. Die Resonanz der Fahrgäste wird dabei eng begleitet. Besonders Frauen, ältere Menschen und Minderjährige stehen im Fokus der Evaluation. Die BVG betont, dass die Maßnahme Teil einer umfassenderen Sicherheitsstrategie sei, die neben technischen und personellen Maßnahmen auch auf psychologische Signalwirkung setzt. Erfolgreiche Testphasen könnten dazu führen, dass Pink*Zones flächendeckend in Berlins U-Bahn-Netz eingeführt werden.

Quellen: Der Tagesspiegel