Der Landkreis Dahme-Spreewald reagiert auf die anhaltende Trockenheit in Brandenburg mit einem drastischen Schritt: Ab sofort gilt in sechs Kommunen ein Verbot für die Entnahme von Grundwasser. Betroffen sind private und gewerbliche Nutzungen, darunter auch die Bewässerung von Gärten und Sportanlagen. Die Maßnahme tritt unmittelbar in Kraft und soll dazu beitragen, die ohnehin stark gesunkenen Pegelstände in Flüssen und Seen zu stabilisieren.
Die Behörden begründen die Entscheidung mit den extrem niedrigen Wasserständen in den regionalen Gewässern, die durch das fehlende Niederschlagsaufkommen der vergangenen Wochen entstanden sind. Besonders betroffen sind kleinere Fließgewässer und Feuchtgebiete, die für das ökologische Gleichgewicht in der Region entscheidend sind. Auch die Trinkwasserversorgung könnte bei weiterer Verschärfung der Lage gefährdet sein.
Zu den von dem Verbot betroffenen Kommunen zählen Orte wie Königs Wusterhausen, Blankenfelde-Mahlow, Lübbenau und weitere Gemeinden im südlichen Brandenburg. Die lokale Bevölkerung wird aufgefordert, Wasser bewusst einzusetzen und auf nicht notwendige Entnahmen zu verzichten. Weitere Einschränkungen könnten folgen, falls sich die Wetterlage nicht verbessert.
Quellen: Der Tagesspiegel