Dobrindt plant neue Forschungseinrichtung für Drohnensicherheit

Bayerns Innenminister Joachim Dobrindt (CSU) reagiert auf aktuelle Sicherheitsvorfälle mit einem Ausbau der Forschung zur Abwehr von Drohnenangriffen. Hintergrund ist ein mutmaßlicher Kamikazedrohnen-Anschlagsversuch auf den Flughafen Leipzig, der bundesweit Alarm geschlagen hat. Nun kündigt Dobrindt an, dass Bayern eine führende Rolle bei der Entwicklung von Gegenmaßnahmen übernehmen will.

Eine neue Forschungseinrichtung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München soll kurzfristig eingerichtet werden. Ziel ist es, Technologien zu entwickeln, die Drohnen frühzeitig erkennen, orten und gegebenenfalls abschalten können – insbesondere in sensiblen Bereichen wie Flughäfen, Bahnhöfen oder Regierungsgebäuden.

Dobrindt betonte in einer Stellungnahme, dass die Bedrohungslage durch unbemannte Luftfahrtsysteme zunehme und Bayern daher proaktiv handeln müsse. „Wir brauchen zivile wie polizeiliche Lösungen, um kritische Infrastruktur zu schützen“, so der Minister. Die Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden, Wissenschaft und Industrie solle intensiviert werden.

Oberpfaffenhofen gilt als eines der wichtigsten Zentren für Luft- und Raumfahrtforschung in Deutschland. Mit dem DLR sitzt dort bereits ein international renommierter Partner. Die neue Einrichtung könnte nicht nur für Bayern, sondern für ganz Deutschland eine Schlüsselrolle spielen.

Quellen: Welt Online