Ein beunruhigender Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat am Sonntagmorgen für höchste Alarmstufe gesorgt. Eine Drohne mit Sprengstoffanhängsel war auf dem Gelände aufgeschlagen – zunächst unentdeckt. Spätere Ermittlungen deuten nun darauf hin, dass es sich nicht um einen technischen Defekt handelte, sondern möglicherweise um eine gezielte Aktion. Die genaue Herkunft und Absicht der Drohne ist weiter unklar, doch die Tatsache, dass sie Sprengstoff transportierte, rückt den Vorfall in ein neues, bedrohliches Licht.
Bundesweit löst der Zwischenfall eine Debatte über die Sicherheit kritischer Infrastrukturen aus. Verkehrsminister Volker Bilger kündigte umgehend an, Flughäfen bundesweit mit moderneren Systemen zur Drohnenerkennung und -abwehr auszustatten. „Wir dürfen nicht zulassen, dass zivile Einrichtungen zu Angriffszielen werden“, betonte Bilger. Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sprach sich dafür aus, die Bundeswehr bei der Abwehr von Drohnen im Inland stärker einzubinden.
SPD-Politiker Ralf Stegner warnte vor einer Eskalation hybrider Konflikte in Europa: „Das Allerletzte, was wir zulassen dürfen, ist, dass es wieder große Kriege in Europa gibt.“ Der Vorfall in Leipzig werde als Warnsignal ernst genommen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, mögliche Verbindungen ins Ausland werden geprüft. Der Flughafen Leipzig/Halle blieb am Morgen betriebsfähig, verstärkte aber die Sicherheitsmaßnahmen im Luftraum.
Quellen: T-Online Nachrichten, Welt Online, Süddeutsche Zeitung, ZDF Heute – Nachrichten