Am Flughafen Leipzig/Halle hat ein schwerer Sicherheitsvorfall für bundesweite Alarmstufe gesorgt. Eine sogenannte Kamikaze-Drohne mit Sprengstoff und Zünder wurde in der Nähe des Flughafens entdeckt. Der Generalbundesanwalt ermittelt nun wegen des Verdachts auf Staatsterrorismus. Die Technik der Drohne weist laut Experten Parallelen zu Modellen auf, die bereits im Ukraine-Krieg eingesetzt wurden.
„Das Drohenthema wird auch für Deutschland ein zunehmendes Sicherheitsproblem“, warnt Alexander Dinger, Ressortleiter WELT-Investigativ. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp (CDU), bezeichnete den Vorfall als „Weckruf“ und forderte schnelle Antworten auf hybride Bedrohungen. Besonders kritisch sei die mangelnde Abwehrkapazität an deutschen Flughäfen.
So betonte die FAZ, dass in Leipzig letztlich ein Busfahrer den entscheidenden Hinweis gab – kein professionelles Sicherheitssystem. Die großen Verkehrsflughäfen bräuchten dringend nachrüstbare Detektionssysteme, klare Meldewege und ausreichend geschultes Personal. Der Vorfall offenbare eine eklatante Blindheit im Luftraum.
Quellen: Welt Online, ZDF Heute – Nachrichten, FAZ Online, MDR – Nachrichten