Eltern protestieren gegen geplante Kita-Essenspreiserhöhung in Brandenburg

Brandenburger Elternverbände reagieren mit scharfer Kritik auf die Pläne der Landesregierung, die Essenskosten in Kindertagesstätten deutlich anzuheben. Wie aktuell bekannt wurde, sollen die Elternbeiträge für die Kita-Verpflegung um bis zu 80 Euro pro Monat steigen. Diese Maßnahme sei Teil eines Sparpakets, das auch die Stagnation bei der Verbesserung des Personalschlüssels in Krippeneinrichtungen vorsieht.

Elterninitiativen sprechen von einer unsozialen Belastung, insbesondere für Familien mit niedrigem Einkommen. „Wir sollen für Sparmaßnahmen geradestehen, während die Qualität der Betreuung stagniert“, kritisiert eine Sprecherin einer landesweiten Elternkoalition. Viele Familien seien bereits durch andere Kostensteigerungen stark belastet. Die geplante Erhöhung würde die finanzielle Situation zusätzlich verschärfen.

Die Proteste sollen in den kommenden Wochen in Form von Kundgebungen, Online-Petitionen und Gesprächen mit Kommunalpolitikern organisiert werden. Ziel ist es, die Landesregierung zur Rücknahme der Pläne zu bewegen. Gleichzeitig fordern die Eltern, dass die Verbesserung der Betreuungsrelationen – besonders in den ersten Lebensjahren – endlich Vorrang erhält. „Gute Bildung beginnt mit ausreichendem Personal, nicht mit teurerem Essen“, so die klare Botschaft der Protestierenden.

Quellen: Der Tagesspiegel