Bayern trauert um einen seiner bedeutendsten Brauwirtschafts-Unternehmer: Werner Brombach, langjähriger Geschäftsführer und Pionier der Erdinger Weißbräu, ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Der gebürtige Bayer prägte über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung des obergärigen Hefeweizens und machte Erdinger zu einer globalen Marke.
Brombach trat in den 1960er Jahren in die damals noch kleine Privatbrauerei in Erding ein und erkannte früh das Potenzial des Weißbiers jenseits regionaler Grenzen. Mit strategischem Weitblick modernisierte er Produktion und Vertrieb, baute den Export systematisch aus und setzte auf klare Markenführung. Heute gilt Erdinger als eine der erfolgreichsten deutschen Brauereien im internationalen Markt.
„Er war der Kopf und das Herz dieses Unternehmens“, sagte ein langjähriger Mitarbeiter unterdessen gegenüber Medien. „Ohne ihn wäre das Weißbier nie so populär geworden – weder hier noch in Asien, Nordamerika oder Afrika.“
Auch in Bayern blieb Brombach ein geschätzter Wirtschaftsvertreter. Er engagierte sich für regionale Arbeitsplätze und setzte sich für den Erhalt handwerklicher Brautradition ein, ohne dabei auf Innovation zu verzichten. Die Brauerei bestätigte den Tod und kündigte an, in den kommenden Tagen eine würdevolle Gedenkfeier in Erding organisieren zu wollen.
Sein Vermächtnis bleibt: Ein Stück bayerische Kultur, das heute weltweit aus der Flasche mit weiß-blauer Raute kommt.
Quellen: Der Tagesspiegel