Im Zuge der Proteste gegen den AfD-Parteitag in Erfurt kam es am vergangenen Wochenende zu Gewalttaten gegen Journalisten. Reporter der Medien „Apollo News“ und „Junge Freiheit“ wurden während der Berichterstattung von unbekannten Tätern attackiert, wie die Polizei nun bestätigt. Die Beamten haben mittlerweile drei Verdächtige ermittelt, die im Zusammenhang mit den Übergriffen stehen.
Die Angriffe ereigneten sich in der Nähe des Messegeländes, wo der Parteitag stattfand. Augenzeugen berichteten von Schubsern, Beleidigungen und gezieltem Versperren der Sicht während der Live-Berichterstattung. Zwei Journalisten erlitten leichte Verletzungen, konnten aber ihre Arbeit fortsetzen. Die Polizei leitete umgehend Ermittlungen ein und wertete Videoaufnahmen von Presse und Überwachungskameras aus.
Die Pressefreiheit bleibt ein zentrales Thema in der Diskussion um Demonstrationsschutz und Meinungsäußerung. Der Deutsche Journalisten-Verband verurteilte die Übergriffe scharf und forderte besseren Schutz für Medienschaffende bei politischen Großveranstaltungen. Die Staatsanwaltschaft prüft nun die Anklageerhebung. Die Identifizierung der Täter gilt als wichtiger Schritt zur Aufklärung und Abschreckung künftiger Angriffe auf die Presse.
Quellen: FAZ Online