Der Parteitag der AfD in Nordrhein-Westfalen ist am Montag unter heftigen innerparteilichen Spannungen verlaufen. Wie eine Recherche der Welt enthüllt, kam es zu einer Blockade durch ein radikales Lager innerhalb der Partei. In internen Chatgruppen seien unter anderem von einer „Schattenarmee“ und „Atombomben“ die Rede gewesen – Formulierungen, die für Empörung sorgen.
Landeschef Andreas Vincentz hat nun schwere Vorwürfe gegen die Bundesvorsitzende Alice Weidel erhoben. Er zeigte sich „fassungslos“, dass sie sich nicht klar von diesen antifa-ähnlichen Auswüchsen distanziert habe. Vincentz betonte, dass eine solche radikale Unterwanderung die politische Glaubwürdigkeit der Partei massiv beschädige. „Wir brauchen klare Kante gegen Extremismus – auch wenn er aus den eigenen Reihen kommt“, so der NRW-AfD-Chef.
Die Vorfälle werfen neue Fragen über die Kontrolle und den Einfluss radikaler Kreise innerhalb der AfD auf. Beobachter warnen vor einer zunehmenden Polarisierung innerhalb der Partei, die in Nordrhein-Westfalen besonders stark vertreten ist. Die Landesgruppe gilt als einer der einflussreichsten und zugleich kontrovers diskutierten Landesverbände der AfD.
Die Bundesleitung hat bislang nicht offiziell auf die Vorwürfe reagiert. Die Debatte über die politische Linie und den Umgang mit radikalen Tendenzen innerhalb der Partei dürfte jedoch auch bundesweit anhalten – besonders vor dem Hintergrund anstehender Wahlen und einer zunehmend polarisierten politischen Landschaft.
Quellen: Welt Online