Am Sonntagabend erschütterten zwei schwere Explosionen den Stadtteil Lützendorf in Weimar. Ein Einfamilienhaus wurde dabei vollständig zerstört, ein angrenzendes Gebäude erheblich beschädigt. Die Feuerwehr und Polizei rückten mit einem Großaufgebot an, konnten jedoch keine weiteren Verletzten bergen. Ein Bewohner, ein 61-jähriger Mann und vermutlicher Hauseigentümer, bleibt seither spurlos verschwunden.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren: Laut Polizei deuten erste Erkenntnisse auf eine vorsätzlich gelegte Sprengung hin. Es bestehe der Verdacht, dass Brandherde gezielt gesetzt wurden. Techniker der Spurensicherung untersuchten die Trümmer des eingestürzten Gebäudes auf Hinweise zu möglichen Sprengstoffresten oder Zündvorrichtungen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Sachbeschädigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung oder sogar Mordversuch eingeleitet.
Zeugen berichteten von einem lauten Knall, gefolgt von einer Druckwelle, die Fenster in umliegenden Häusern zum Vibrieren brachte. Die Bundesstraße 7 im Bereich der Unglücksstelle musste vorübergehend gesperrt werden. Die Nachbarn des betroffenen Hauses wurden vorsorglich evakuiert. Die genaue Motivlage sowie die Identität weiterer möglicher Beteiligter sind bislang unklar. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise aus der Bevölkerung.
Quellen: ntv – Nachrichten, FAZ Online, MDR – Nachrichten