Fachkräftemangel in der Pflege: AfD lehnt Zuwanderung ab – Experten warnen

Sachsen-Anhalt steht vor einer demografischen Herausforderung sondergleichen: Nirgendwo sonst in Deutschland ist der Anteil älterer Menschen so hoch wie hier. Mit dem bevorstehenden Ruhestand der Babyboomer-Generation verschärft sich der Mangel an Pflegefachkräften dramatisch. Fachleute fordern daher seit Langem eine gezielte Anwerbung von ausländischen Kräften – eine Lösung, die die AfD jedoch kategorisch ablehnt.

Im Wahlkampf wird diese Position immer wieder thematisiert. Während andere Parteien Migration als notwendigen Bestandteil der Zukunftssicherung im Gesundheitswesen sehen, pocht die AfD auf eine ausschließlich innere Lösung – etwa durch mehr Ausbildungsplätze oder bessere Arbeitsbedingungen. Kritiker bezweifeln jedoch, dass diese Maßnahmen ausreichen, um den drohenden Kollaps im Pflegesystem abzuwenden.

Die FAZ macht in ihrer Analyse deutlich: Ohne Zuwanderung werde es schlicht unmöglich sein, die wachsende Zahl pflegebedürftiger Menschen angemessen zu versorgen. Gerade in ländlichen Regionen Sachsens-Anhalts, wo bereits heute viele Stellen unbesetzt bleiben, drohen weitere Schließungen von Pflegestationen. Die Debatte zeigt einmal mehr die grundsätzlichen Differenzen zwischen der AfD und anderen politischen Lagern – nicht nur in Sachen Integration, sondern auch in der Frage, wie der Alltag der Bürger langfristig gesichert werden kann.

Quellen: FAZ Online (DE, 03.09.2026 06:44)