Die Flüsse und Seen Brandenburgs leiden unter anhaltender Trockenheit und extremer Hitze. Der Fischereiverband Berlin-Brandenburg warnt vor den gravierenden Auswirkungen auf die Fischpopulationen: Zu wenig Wasser und zu hohe Wassertemperaturen führen zu massivem Stress bei Fischen. Wissenschaftler bestätigen, dass niedrige Pegelstände die Sauerstoffkonzentration im Wasser senken und Lebensräume verkleinern – besonders kritisch für artenreiche Ökosysteme.
Insbesondere die Havel, die Spree und kleinere Nebenflüsse weisen aktuell deutlich reduzierte Wasserstände auf. In einigen Bereichen ist die Strömung so schwach, dass sich Algen explosionsartig vermehren und den Sauerstoffverbrauch weiter erhöhen. Fische wie Hecht, Barsch oder Aal suchen verzweifelt nach kühleren, tieferen Zonen – doch diese werden immer seltener. Der Verband fordert verstärkte Monitoringmaßnahmen und gezielte Wasserrettungsaktionen, um Fischsterben zu verhindern.
Am Rande dieser Entwicklungen gibt es in Potsdam eine erfreuliche Nachricht: Der 29-jährige Marc Heritz übernimmt die Geschäfte von Mario Weber, dem langjährigen Binnenfischer an der Havel. Beim anstehenden Fischerfest am Wochenende können Besucher nicht nur frischen Fisch probieren, sondern auch mehr über den seltenen Beruf erfahren. Die Nachfolgeregelung sichert damit eine lokale Tradition, die zunehmend unter ökologischem Druck steht.
Quellen: Der Tagesspiegel (DE, 06.08.2026 13:02), Der Tagesspiegel (DE, 06.08.2026 12:57)