Am Mittwochvormittag hat in Karlsruhe ein großer Einsatz der Rettungskräfte stattgefunden, nachdem bei Bauarbeiten eine Blindgänger-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt wurde. Die 500-Kilogramm-Weltkriegsbombe wurde im Stadtteil Durlach gefunden und stellte die Behörden vor eine Herausforderung. Umgehend wurde ein Sicherheitsradius von 500 Metern um den Fundort eingerichtet, wodurch mehrere tausend Anwohner vorübergehend ihre Wohnungen verlassen mussten.
Die Evakuierung betraf unter anderem Teile der Stadtteile Durlach, Mühlburg und Innenstadt-West. Schulen, Kitas und medizinische Einrichtungen in der Umgebung wurden vorsorglich geschlossen. Spezialkräfte der Kampfmittelbeseitigung aus Baden-Württemberg trafen vor Ort ein, um die gefährliche Ladung zu entschärfen. Nach stundenlanger Arbeit konnten die Experten gegen Nachmittag Entwarnung geben: Die Bombe wurde erfolgreich unschädlich gemacht.
Die Stadt Karlsruhe dankte den Einsatzkräften sowie der Bevölkerung für die Disziplin und Kooperation. Bürgermeisterin Gabriele Hiller-Ohm lobte die reibungslose Abstimmung zwischen Polizei, Feuerwehr und kommunalen Stellen. „Solche Einsätze zeigen, wie gut unsere Notfallstrukturen funktionieren“, so Hiller-Ohm. In den Abendstunden kehrten die meisten Bewohner in ihre Wohnungen zurück. Die Polizei warnt jedoch vor weiteren Funden, da Teile der Region auch nach Jahrzehnten noch nicht vollständig geräumt sind.
Quellen: FAZ Online