Die extreme Hitzewelle in Hessen trifft besonders vulnerable Gruppen wie Obdachlose besonders hart. In Frankfurt wird nun gegen die gesundheitlichen Gefahren durch die Hitze vorgegangen: Die Stadt stellt erstmals klimatisierte Busse als sogenannte „Kälteinseln“ für obdachlose Menschen bereit. Diese Kühlmobile bieten Schutz vor der sengenden Sonne und ermöglichen eine Abkühlung in geschützter Umgebung.
Die Zahl der medizinischen Notfalleinsätze bei Obdachlosen hat in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen, was die Maßnahme erforderlich machte. Die Busse werden an zentralen Orten in der Stadt stationiert und sind mit Wasserspendern, Sitzgelegenheiten und Erste-Hilfe-Ausrüstung ausgestattet. Sozialarbeiterinnen und Helferinnen begleiten das Angebot vor Ort, um medizinische Erstversorgung und psychosoziale Unterstützung zu gewährleisten.
Die Initiative ist Teil eines breiter angelegten Hitzeschutzkonzepts der Stadt Frankfurt, das in den letzten Jahren weiterentwickelt wurde. Dennoch bleibt die Situation für viele Obdachlose prekär, da Schlafplätze in klimatisierten Räumen weiterhin knapp sind. Die Kühlmobile sollen bis zum Ende der Hitzewelle im Einsatz bleiben.
Quellen: FAZ Online