Frau springt in Ostsee, um zu gestrandetem Wal zu schwimmen – Polizei greift ein

In einem außergewöhnlichen Vorfall in der Ostsee hat eine 58-jährige Frau offenbar zweimal die Nähe eines gestrandeten Buckelwals gesucht, indem sie von einer Fähre ins Wasser sprang. Laut Polizeiangaben trug die Frau dabei einen Neoprenanzug, um die niedrigen Wassertemperaturen zu überstehen.

Augenzeugen berichteten, dass die Frau sich dem Wal bis auf wenige Meter genähert habe. Die Polizei wurde alarmiert und holte die Frau schließlich aus dem Wasser. Nun wird geprüft, ob gegen sie wegen des riskanten Verhaltens rechtliche Schritte eingeleitet werden müssen.

Gefährliche Annäherung an Wildtier

Experten warnen vor solchen Annäherungsversuchen an Wildtiere. „Wale sind zwar majestätische Geschöpfe, aber es handelt sich um Wildtiere, deren Verhalten unberechenbar sein kann“, erklärt Meeresbiologe Dr. Lars Henningsen aus Kiel. „Solche Aktionen gefährden nicht nur die Person selbst, sondern können auch das Tier stressen.“

Der Buckelwal war in den vergangenen Tagen mehrfach in der Ostsee gesichtet worden und hatte für Aufsehen gesorgt. Die genauen Umstände, warum die Frau dem Wal so nahe kommen wollte, sind noch unklar.

Quellen: Der Tagesspiegel, Welt Online