Die Hoffnung auf eine neue Industrieansiedlung in der Grenzregion zwischen Sachsen und Brandenburg ist geplatzt. Der kanadische Batteriehersteller Altech hat die Pläne für eine Fabrik im Industriegebiet Schwarze Pumpe offiziell abgesagt. Wie das Unternehmen mitteilte, seien die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr tragfähig – insbesondere die hohen Energiekosten und unsichere Förderbedingungen in Europa.
Das Projekt galt als strategisch wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung der Lausitz. Die Fabrik sollte Lithium-Ionen-Batterien für die Elektromobilität produzieren und rund 800 Arbeitsplätze schaffen. Die Planungen waren bereits weit fortgeschritten: Grundstücke waren vorbereitet, und Gespräche mit Zulieferbetrieben liefen. Die Absage trifft daher nicht nur die Kommunen, sondern auch regionale Unternehmen, die auf Aufträge gehofft hatten.
Die sächsische Wirtschaftsministerin zeigte sich enttäuscht, betonte aber, dass man weiterhin an der Ansiedlung zukunftsfähiger Technologien arbeite. „Die Lausitz braucht Industrie, die Perspektiven bietet. Wir werden alles tun, um andere Investoren zu gewinnen.“ Die Region steht seit dem Ausstieg aus der Braunkohle vor großen strukturellen Herausforderungen. Die Absage von Altech ist ein Rückschlag – doch die Hoffnung auf neue Industrie bleibt lebendig.
Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 04.08.2026 11:57)