In Weimar laufen aktuell Pionierprojekte, die zeigen, wie gereinigtes Abwasser künftig in der Landwirtschaft eingesetzt werden könnte. Wie der MDR berichtet, werden dort seit Kurzem Salat, Tomaten und andere Nutzpflanzen mit aufbereitetem Abwasser bewässert – mit überraschend guten Ergebnissen.
Die Versuche finden auf einem Forschungsareal in Kooperation zwischen Klärwerken, landwirtschaftlichen Betrieben und Umweltwissenschaftlern statt. Die aufbereitete Abwasserqualität erfüllt nach Angaben der Projektleitung alle hygienischen und ökologischen Anforderungen. „Wir wollen zeigen, dass aus Abwasser eine wertvolle Ressource wird, besonders in Zeiten zunehmender Trockenheit“, sagt ein beteiligter Agrarökologe.
Die Pflanzen zeigen keinerlei Schäden, und erste Analysen deuten auf keine schädlichen Rückstände hin. Sollte sich das Verfahren langfristig bewähren, könnte es als Modell für andere Regionen in Thüringen dienen – besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels und der zunehmenden Wasserknappheit in der Landwirtschaft.
Quellen: MDR – Nachrichten