In Neubrandenburg hat eine Gruppe von Minderjährigen einen 14-jährigen Jungen schwer misshandelt. Wie die Polizei mitteilt, waren insgesamt zehn Kinder und Jugendliche an der Tat beteiligt. Der Vorfall ereignete sich in einem städtischen Wohngebiet und wurde von den Tätern selbst gefilmt. Die Aufnahmen wurden anschließend in sozialen Medien verbreitet – ein Umstand, der zur schnellen Identifizierung und Festnahme der Verdächtigen führte.
Der misshandelte Jugendliche erlitt körperliche Verletzungen und musste medizinisch versorgt werden. Die Ermittlungen laufen weiter, wobei die Staatsanwaltschaft wegen besonders schwerer Fälle von Körperverletzung ermittelt. Die Polizei betont, dass es sich nicht um den ersten Vorfall dieser Art in der Stadt handelt: Bereits vor zwei Wochen war ein ähnlicher Fall bekannt geworden, bei dem ein Jugendlicher von einer Gruppe attackiert wurde.
Die Tatsache, dass die Täter ihre Tat selbst dokumentierten und online stellten, wirft erneut Fragen nach der Rolle sozialer Medien bei der Eskalation von Gewalt unter Jugendlichen auf. Die Stadt Neubrandenburg sowie lokale Jugendämter reagieren besorgt und kündigen verstärkte Präventionsmaßnahmen an. „Wir müssen frühzeitig eingreifen, bevor sich solche Muster verfestigen“, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung gegenüber ntv.
Quellen: ntv – Nachrichten