Großbrand im Müritz-Nationalpark: 150 Hektar Wald in Flammen

In Mecklenburg-Vorpommern tobt ein schwerer Waldbrand im Müritz-Nationalpark. Wie der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am Dienstag mitteilte, hat sich das Feuer auf eine Fläche von etwa 150 Hektar ausgebreitet. Der Brand hatte sich bereits am Montag entzündet und breitete sich aufgrund der anhaltend trockenen und heißen Witterung rasch aus.

Feuerwehren aus mehreren Landesteilen sowie spezialisierte Löschtrupps aus Nachbarbundesländern sind vor Ort im Einsatz. Unterstützt werden sie durch Luftunterstützung – Hubschrauber und Flugzeuge führen Löschabwürfe durch, um die Brandfront zu stoppen und eine weitere Ausbreitung in benachbarte Waldabschnitte zu verhindern. Besonders betroffen ist ein bewaldetes Gebiet im westlichen Teil des Nationalparks, das schwer zugänglich ist.

Die Ursache des Brandes ist bisher ungeklärt. Expert:innen vermuten jedoch, dass die extremen Trockenheitsbedingungen und die hohen Temperaturen im Sommer 2026 maßgeblich zur Entstehung und schnellen Verbreitung beigetragen haben. Waldbrände dieser Größenordnung sind in der Region selten, aber aufgrund des Klimawandels zunehmend wahrscheinlicher.

Ein Sprecher des Nationalparks erklärte, dass keine unmittelbare Gefahr für Besucher:innen bestehe, da betroffene Bereiche abgesperrt wurden. Dennoch sei höchste Vorsicht geboten. Besucher:innen werden aufgefordert, offenes Feuer zu vermeiden und sich an aktuelle Warnhinweise zu halten. Die Einsatzkräfte rechnen mit einem langwierigen Löscheinsatz, da auch Glutnester tief im Waldboden weiterglimmen können.

Der Müritz-Nationalpark ist eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete Deutschlands und erstreckt sich über knapp 32.000 Hektar. Er beherbergt seltene Tier- und Pflanzenarten und ist ein wichtiges Erholungsgebiet für Tourist:innen und Anwohner:innen.

Quellen: MDR – Nachrichten, MDR – Deutschland