Die Grube Messel nahe Darmstadt ist ein weltweit einmaliges Naturdenkmal und seit 1995 UNESCO-Welterbe. Mit ihren außergewöhnlich gut erhaltenen Fossilien aus dem Eozän, vor rund 47 Millionen Jahren, bietet die ehemalige Ölschiefergrube einen einzigartigen Blick in die Frühzeit der Säugetiere. Zu den bekanntesten Funden zählt das sogenannte Urpferdchen Propalaeotherium, dessen Überreste hier in großer Zahl entdeckt wurden.
Philipe Havlik, seit Jahrzehnten an der Grube Messel tätig, gilt als einer der führenden Experten vor Ort. Als Leiter der Grabungen und leidenschaftlicher Vermittler der paläontologischen Schätze gestaltet er maßgeblich das wissenschaftliche und öffentliche Interesse an diesem außergewöhnlichen Ort mit. Regelmäßig werden neue Funde geborgen, die Aufschluss über das Klima, die Tierwelt und die Ökosysteme der Urzeit geben.
Die Grube Messel zieht nicht nur Forscher aus aller Welt an, sondern ist auch ein beliebtes Ziel für Besucher. Führungen, ein Besucherzentrum und laufende Forschungsprojekte machen die Evolutionsgeschichte greifbar. Hessen profitiert damit von einem wertvollen kulturellen und naturwissenschaftlichen Erbe, das international Anerkennung findet.
Quellen: FAZ Online