Hackerattacke auf Berliner Verwaltung: 1,4 Millionen sensible Daten im Darknet geleakt

Ein massiver Hackerangriff auf die Berliner Landesverwaltung hat zu einem beispiellosen Datenleck geführt. Wie mehrere Medien unter Berufung auf das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) berichten, wurden bei dem Angriff etwa 1,4 Millionen sensible Datensätze gestohlen und im Darknet veröffentlicht. Betroffen sind unter anderem Personalakten, Stundenzettel, Telefonnummern und interne Kommunikationsdaten aus verschiedenen Behörden des Landes Berlin.

Das BSI bestätigte die Schwere des Vorfalls und warnte vor möglichen Identitätsdiebstählen sowie gezielten Phishing-Angriffen auf Betroffene. Bereits im vergangenen Jahr hatte der IT-Experte Manuel Atug als Sachverständiger im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses vor eklatanten Sicherheitslücken gewarnt. Er wirft der Berliner Verwaltung nun grobe Fahrlässigkeit vor und kritisiert, dass vorsätzlich Geheimschutz-Vorgaben nicht eingehalten wurden.

Die Opposition fordert eine umfassende Aufklärung. Die CDU spricht von einem „Sicherheitsdesaster“, während die FDP eine unabhängige Untersuchungskommission verlangt. Die rot-grün-rote Koalition steht unter Druck, ihre IT-Sicherheitsstrategie dringend zu überprüfen. Bislang gab es seitens der Senatskanzlei keine detaillierte Stellungnahme.

Quellen: ARD Tagesschau – Inland, Süddeutsche Zeitung, Welt Online