Hamburg baut sein städtisches Grün kontinuierlich aus und kann erstmals wieder mehr als 231.000 Straßenbäume verzeichnen. Diese Zahl geht aus der jüngsten Baumbilanz der Stadt hervor, die als wichtiger Indikator für den Klimaschutz und die Luftqualität in der Hansestadt gilt. Die Wiederbelebung des Baumbestands wird von Expert:innen als Erfolg der langfristigen Grünpflege-Strategie gewertet, die unter anderem auf Neupflanzungen, bessere Bewässerung und Schutz älterer Bäume setzt.
Die alten Bäume gelten als besonders wertvoll: Sie filtern Schadstoffe, spenden Schatten und wirken als natürliche Klimaanlage in der Stadt. Doch ihr Erhalt wird zunehmend kostspielig. Aufgrund von Trockenheit, Schädlingsbefall und Baumaßnahmen steigen die Pflege- und Sanierungsausgaben. Zudem müssen gefährdete Exemplare mit Seilen gesichert oder aufwendig gepflegt werden, was Personal und Ressourcen bindet.
Die städtische Verwaltung betont, dass trotz finanzieller Engpässe der Baumerhalt Priorität habe. Gleichzeitig wird über neue Finanzierungsmodelle diskutiert, darunter Crowdfunding und Kooperationen mit Unternehmen. Umweltverbände begrüßen die Zahlen, warnen aber davor, dass Neupflanzungen allein nicht ausreichen: „Wir brauchen eine langfristige Perspektive, um die Kronen der Zukunft zu sichern“, sagt eine Sprecherin des BUND Hamburg.
Quellen: Welt Online