In einem klaren Votum hat die Bevölkerung Hamburgs am Sonntag gegen eine Bewerbung für die Olympischen Spiele gestimmt. Das Ergebnis des Referendums zeigt nicht nur eine Ablehnung gegenüber dem sportlichen Großereignis, sondern spiegelt auch eine weit verbreitete Skepsis wider, die sich in den vergangenen Jahren gegenüber derartigen Projekten entwickelt hat.
Die Entscheidung fiel trotz umfangreicher Marketing- und Imagekampagnen, die für die Olympiabewerbung geworben hatten. Viele Bürger äußerten Bedenken hinsichtlich der finanziellen Belastungen, die mit einer Austragung der Spiele einhergehen würden. Insbesondere in sozial schwächeren Stadtteilen war die Ablehnung stark ausgeprägt.
Der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher steht nun vor der Herausforderung, die Gründe für dieses klare Nein zu analysieren und möglicherweise Lehren aus dem Abstimmungsergebnis zu ziehen. Experten sind sich einig, dass der Senat die Bürger ernst nehmen muss, um das Vertrauen in die politischen Entscheidungen zurückzugewinnen.
Die Hamburger Entscheidung hat auch Auswirkungen auf die deutsche Olympiakandidatur insgesamt. Mit Hamburgs Rückzug bleibt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nun nur noch mit zwei möglichen Bewerbern im Rennen, während Berlin und KölnRheinRuhr überlegen müssen, wie sie ihre Chancen nutzen können.
Quellen: Süddeutsche Zeitung, FAZ Online, Spiegel Online