Hamburger Polizei verdoppelt Sicherheitsaufwand beim CSD: Fünf Personen unter Beobachtung

Die Hamburger Polizei bereitet sich auf eine besonders gesicherte Christopher Street Day (CSD)-Parade vor. Angesichts des jüngsten Anschlags beim CSD in Berlin hat die Polizeiführung um Polizeipräsidentin Dr. Sabine Schnabel das Sicherheitskonzept für die Hamburger Veranstaltung massiv verschärft. Das Sicherheitspersonal soll verdoppelt werden, um ein hohes Maß an Präsenz und Reaktionsfähigkeit sicherzustellen.

„Wir ziehen klare Lehren aus Berlin“, betonte Schnabel in einer Pressekonferenz. „Unsere Aufgabe ist es, die friedliche und freudvolle Stimmung des CSD zu schützen, ohne dass Sicherheitsmaßnahmen die Feier beeinträchtigen.“ Dazu gehören nicht nur mehr uniformierte Beamte, sondern auch verstärkte Videoüberwachung und enge Abstimmung mit bundesweiten Sicherheitsbehörden.

Besonders alarmierend: Fünf Personen stehen derzeit unter intensiver observation. Sie seien „im Verdachtskontext rechtsextremer oder homophober Motivation“, teilte die Polizei mit. Obwohl keine konkreten Anschlagspläne vorlägen, werde vorsorglich gehandelt. Die CSD-Organisatoren begrüßten die Maßnahmen, betonten aber, dass Sicherheit und Offenheit kein Widerspruch sein dürften.

Quellen: ntv – Nachrichten