Hansa Rostock distanziert sich von Hakenkreuz-Foto – Verein prüft Sanktionen gegen Hooligans

Der FC Hansa Rostock hat sich nach einem Hakenkreuz-Foto, das Anhänger des Vereins während einer Auswärtsreise in England aufgenommen haben sollen, deutlich von den beteiligten Hooligans distanziert. Wie mehrere Medien berichten, posierten die Fans mit einer nationalsozialistischen Symbolik bei einem Spielbesuch in London. Der Verein hat die Vorfälle umgehend aufgegriffen und die Polizei eingeschaltet, um die Hintergründe zu klären.

Obwohl tausende Fans die Reise nach England zu einem Spiel friedlich begleitet hatten, wirft der Vorfall nun ein Schlaglicht auf die Hooligan-Szene rund um den norddeutschen Klub. Hansa Rostock betont in einer Stellungnahme, dass solche Äußerungen und Symbole „in keiner Weise mit den Werten des Vereins vereinbar“ seien. Der Klub prüft nun, inwieweit die Beteiligten organisatorisch oder als Mitglieder mit dem Verein verbunden sind.

Als Konsequenz droht Hansa Rostock mit Stadionverboten und Ausschlüssen aus der Mitgliedschaft. Der Verein hat eine Null-Toleranz-Politik gegenüber rechtsextremem Gedankengut. Bereits in der Vergangenheit setzte sich der FC Hansa immer wieder klar gegen Diskriminierung und Extremismus ein. Nun soll überprüft werden, ob strafrechtliche Schritte möglich sind, insbesondere wegen der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole.

Die Vorfälle ereigneten sich Ende Juli, wurden aber erst jetzt öffentlich bekannt. Die Rechercheberichte aus verschiedenen Medienquellen haben die Debatte nun erneut entfacht. Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Entwicklung aufmerksam zur Kenntnis, betont aber, dass die Vereinsverantwortung im Vordergrund stehe.

Quellen: Spiegel Online, Welt Online, Der Tagesspiegel