Der Hamburger Schriftsteller und Musiker Heinz Strunk, bekannt durch seine literarische Auseinandersetzung mit der Hamburger Unterwelt, erhält im traditionsreichen Lokal „Goldener Handschuh“ keine besonderen Privilegien – trotz seines Erfolgsromans, der unter anderem von dieser Kneipe inspiriert war. Wie der Tagesspiegel berichtet, wird Strunk hinter dem Tresen des Szene-Lokals am Hamburger Berg nach wie vor wie jeder normale Stammgast behandelt: ohne Freibier und ohne Extrawürste.
Das „Goldene Handschuh“ gilt als eine der legendärsten Kneipen Hamburgs, gelegen im pulsierenden Viertel am Hamburger Berg, das seit Jahrzehnten für seine raue, ungefilterte Atmosphäre steht. Strunks Roman „Der goldene Handschuh“, später auch verfilmt, hat das Image des Ortes international geprägt – doch offenbar nicht genug, um ihm hier einen lebenslangen Gratisbier-Anspruch einzubringen. Stattdessen wird der mittlerweile gefeierte Autor weiterhin höflich, aber bestimmt zur Kasse gebeten.
Die Betreiber des Lokals betonen gegenüber Medien, dass im „Goldenen Handschuh“ alle gleich seien – egal ob Literaturnachwuchs oder lokale Berühmtheit. Der Erhalt der authentischen Kneipenkultur stehe über Prominentenstatus. Damit bleibt die Institution ein Symbol der bodenständigen Hamburger Schnauze – und ein Ort, an dem selbst kulturelle Ikonen ihren Platz erst verdienen müssen.
Quellen: Der Tagesspiegel