Hessen ruft zur Krisenvorsorge auf: Resilienzwoche startet mit Warnsystemtest

Das Bundesland Hessen hat am Montag die sogenannte „Resilienzwoche“ gestartet, eine landesweite Initiative zur Stärkung der Krisenvorsorge in der Zivilbevölkerung. Unter der Leitung von Innenminister Roman Poseck (CDU) finden bis zum 10. September zahlreiche Aufklärungsveranstaltungen in Schulen, Supermärkten und öffentlichen Einrichtungen statt. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger über Notfallvorsorge, Selbstversorgung und den Umgang mit Katastrophenlagen zu informieren.

Einen zentralen Höhepunkt bildet der bundesweite Warntag am Mittwoch, dem 10. September 2026. An diesem Tag wird um 11:00 Uhr das nationale Warnsystem erneut getestet. Neben Warn-Apps wie Katwarn und NINA sollen auch Sirenen, Radio- und Fernsehdurchsagen sowie digitale Verkehrsschilder genutzt werden, um die Bevölkerung zu erreichen. In Hessen betont die Landesregierung dabei die Bedeutung einer flächendeckenden Erreichbarkeit – besonders in ländlichen Regionen, wo noch nicht alle Kommunen über ein funktionierendes Sirenennetz verfügen.

Innenminister Poseck appellierte an die Verantwortung jedes Einzelnen: „Resilienz fängt im Alltag an. Jeder sollte wissen, wo sein Notfallrucksack steht, wie man handelt, wenn Strom, Wasser oder Mobilfunk ausfallen.“ Die Kampagne sieht unter anderem Informationsstände in Einkaufszentren, Unterrichtsmaterialien für Schulen und Social-Media-Kampagnen vor. Besonderes Augenmerk liegt auf jüngeren Generationen, die oft wenig Erfahrung mit länger andauernden Infrastrukturausfällen haben.

Die Resilienzwoche in Hessen ist Teil einer breiteren bundespolitischen Strategie, die aufgrund zunehmender Extremwetterereignisse, Cyberbedrohungen und geopolitischer Unsicherheiten verstärkt auf Prävention setzt. Auch Kommunen und Hilfsorganisationen wie das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr sind in die Aktionen eingebunden.

Quellen: FAZ Online