HHLA senkt Gewinnprognose: Probleme bei Terminal-Automatisierung und Schienenanbindung belasten Hamburger Hafen

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat ihre Erwartungen für das aktuelle Geschäftsjahr deutlich gesenkt. Hauptursachen seien technische Schwierigkeiten bei der Automatisierung der Containerterminals sowie anhaltende Defizite in der Schienenanbindung des Hafens. Beide Faktoren bremsen den Umschlag und erhöhen die Betriebskosten.

Das Unternehmen, das zu 33,4 Prozent der Freien und Hansestadt Hamburg und zu 66,6 Prozent dem Schweizer Konzern MSC gehört, hatte ursprünglich mit stabilen Ergebnissen gerechnet. Aufgrund der aktuellen Störungen prognostiziert HHLA nun jedoch ein deutlich geringeres operatives Ergebnis. Die Automatisierungstechnik im Containerterminal Tollerort zeigt sich als weniger zuverlässig als erwartet, während die Schienengüterverkehrskapazitäten an der Nord-Süd-Achse weiterhin überlastet sind.

Die Entwicklung stellt die Hamburger Wirtschaftspolitik vor neue Herausforderungen. Der Hafen ist zentraler Wirtschaftsfaktor der Stadt. Die Verzögerungen könnten die Wettbewerbsposition Hamburgs gegenüber anderen nord- und osteuropäischen Häfen beeinträchtigen. Die HHLA kündigte an, gemeinsam mit der Stadt und den Verkehrspartnern Lösungen zu erarbeiten, um die Leistungsfähigkeit des Hafens langfristig zu sichern.

Quellen: Welt Online (DE)