Thüringen steht vor einer neuen Hitzewelle, die ab Ende Juli 2026 mit Temperaturen von bis zu 38 Grad erneut extreme Bedingungen bringt. Wie MDR-Meteorologin Michaela Koschak am Morgen erklärte, zieht eine heiße Luftmasse aus Südeuropa über Deutschland und erreicht auch die mitteldeutschen Bundesländer. Besonders betroffen sind die Städte Erfurt, Gera, Jena und Suhl, wo bereits am Vormittag Temperaturen über 30 Grad erwartet werden.
Die Prognose sieht auch mehrere tropische Nächte voraus, bei denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen. Solche Bedingungen belasten vor allem ältere Menschen, Kleinkinder und Personen mit Vorerkrankungen. Die Gesundheitsämter in Thüringen rufen daher zur Vorsicht auf: ausreichend Flüssigkeit trinken, direkte Sonneneinstrahlung vermeiden und tagsüber die Wohnung nur bei ausreichender Belüftung aufhalten.
Auch die Folgen für die Umwelt sind besorgniserregend. Der Boden ist nach dem trockenen Frühjahr bereits stark ausgelaugt, und viele Flüsse in Thüringen führen nur geringe Wasserstände. Die Landwirtschaft warnt vor Ernteausfällen, besonders bei Getreide und Raps. Die Forstbehörden halten weiterhin die Waldbrandwarnstufe hoch, besonders in den trockenheitsgeplagten Regionen des Thüringer Waldes und des Rhönrandes. Die Bevölkerung wird gebeten, in Waldgebieten besondere Vorsicht walten zu lassen.
Quellen: MDR – Deutschland