Niedersachsen befindet sich im Griff einer extremen Hitzewelle, die am Mittwoch mit Temperaturen von bis zu 39 Grad verbunden ist. Gleichzeitig steigt die Gefahr von schweren Gewittern, insbesondere in der Region um Hannover, wo laut Deutschem Wetterdienst (DWD) das höchste Sturmrisiko im ganzen Bundesgebiet besteht. Meteorologen erwarten teils heftige Schauer, Blitzschläge und lokale Starkregenereignisse, die zu Überschwemmungen und umgestürzten Bäumen führen können.
Auch der Verkehr ist bereits betroffen: Die Hitze führt vermehrt zu Autopannen, insbesondere auf stark befahrenen Autobahnen im Großraum Hannover und Braunschweig. Pannenhilfsdienste melden erhöhte Einsätze wegen überhitzter Motoren und defekter Kühlsysteme. Autofahrerinnen und Autofahrer werden gebeten, ausreichend Wasser mitzuführen und längere Fahrten wenn möglich zu vermeiden.
Die Gesundheitsbehörden verweisen auf die Warnungen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, der im Zusammenhang mit der Hitzewelle betonte: „Es geht um Tausende Menschenleben.“ Besonders ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen sollen sich vor stundenlanger Sonneneinstrahlung schützen. In mehreren Städten Niedersachsens wurden öffentliche Trinkwasserstationen eingerichtet und Notfallpläne für Krankenhäuser aktiviert.
Die Feuerwehren in betroffenen Kommunen befinden sich in Bereitschaft. In Hannover wurde die Krisenmanagementgruppe vorübergehend reaktiviert, um schnell auf Einsätze durch umgestürzte Bäume oder Stromausfälle reagieren zu können. Die Wetterlage soll sich voraussichtlich erst am Donnerstag entspannen, wenn kühlere Luft aus Skandinavien erwartet wird.
Quellen: FAZ Online