Hubschrauberabsturz im Erzgebirge: Pilot stirbt bei Kalkarbeiten in Sehmatal

Ein tödlicher Hubschrauberabsturz hat sich am Donnerstagvormittag im Waldgebiet der Gemeinde Sehmatal im Erzgebirgskreis ereignet. Laut Polizeiangaben stürzte ein Hubschrauber bei forstwirtschaftlichen Kalkarbeiten in unwegsamem Gelände ab. Der alleinige Insasse, der Pilot, verstarb noch am Unglücksort.

Die genaue Ursache des Absturzes ist weiter unklar. Einsatzkräfte konnten die Unfallstelle nur schwer zugänglich erreichen. Ein Rettungshubschrauber und mehrere Fahrzeuge der Feuerwehr sowie Bergwacht waren im Einsatz. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat die Ermittlungen aufgenommen, gab aber zunächst keine Details zur Identität des Piloten oder zum Flugzeugtyp bekannt.

Der Hubschrauber war im Auftrag einer Forstbehörde unterwegs, um Waldflächen mit Kalk zu bestreuen – eine Maßnahme zur Bekämpfung der Bodenversauerung durch Luftschadstoffe. Solche Einsätze finden regelmäßig in bergigem Gelände statt, wo herkömmliche Fahrzeuge nicht eingesetzt werden können.

Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit solcher Luftoperationen auf. Experten verweisen darauf, dass gerade bei Langseiltransporten in bewaldeten Regionen besondere Risiken bestehen. Die sächsische Forstverwaltung äußerte sich bisher nicht öffentlich, kündigte aber eine interne Prüfung an.

Quellen: ntv – Nachrichten