Hürtgenwald-Brand nach einer Woche vollständig gelöscht

Der tagelange Großbrand im Hürtgenwald ist endgültig gelöscht. Nach einer Woche intensiver Löscharbeiten haben die Einsatzkräfte am Montagabend die Operation offiziell beendet. Es handelte sich um den schwersten Waldbrand, der jemals in Nordrhein-Westfalen registriert wurde. Mehrere hundert Feuerwehrkräfte, unterstützt durch Hubschrauber und Spezialfahrzeuge, hatten tagelang um die Eindämmung der Flammen gekämpft, die sich rasch über weite Teile des Waldgebiets in der Eifel ausbreiteten.

Die Brandursache wird derzeit noch ermittelt. Erste Untersuchungen deuten auf eine Kombination aus extremer Trockenheit, anhaltender Hitze und menschlichem Fehlverhalten hin. Glühende Zigaretten oder nicht vollständig gelöschte Lagerfeuer könnten den Ausbruch verursacht haben. Ein Großteil des betroffenen Gebiets ist stark schutzwürdiges Naturareal, weshalb auch Umweltschutzbehörden in die Lageanalyse eingebunden sind.

Die Landesregierung in Düsseldorf kündigte an, die Waldbrandprävention in NRW grundlegend zu überarbeiten. Dazu gehören verstärkte Überwachung durch Drohnen, Ausbau der Wasserversorgung in gefährdeten Waldgebieten und eine landesweite Aufklärungskampagne. „Solche Extremsituationen werden durch den Klimawandel wahrscheinlicher. Wir müssen besser vorbereitet sein“, sagte eine Sprecherin des NRW-Umweltministeriums.

Die Bevölkerung in den umliegenden Gemeinden atmet auf. Evakuierte Anwohner aus den Ortschaften Kleinhau und Lammersdorf konnten inzwischen in ihre Häuser zurückkehren. Dennoch bleiben Sperrzonen im Kerngebiet des Brandherds bestehen, da Glutnester weiterhin Rauchentwicklung verursachen können. Die Wiederaufforstung soll in den kommenden Monaten beginnen.

Quellen: FAZ Online