In Bayern ist die Betreuung von kranken Kindern noch immer überwiegend Frauensache. Laut einer aktuellen Auswertung der AOK nehmen Väter in Bayern am seltensten Kinderkrankentage in Anspruch, um sich um ihre erkrankten Kinder zu kümmern. Diese Zahlen unterstreichen die anhaltenden Geschlechterrollen in der Familien- und Arbeitswelt.
Die Auswertung zeigt, dass Mütter deutlich häufiger als Väter für die Betreuung ihrer kranken Kinder zu Hause bleiben. Diese ungleiche Verteilung von Care-Arbeit hat weitreichende Folgen, nicht nur für die betroffenen Familien, sondern auch für die Gleichstellung der Geschlechter im Berufsleben.
Experten warnen, dass die ungleiche Verteilung der Care-Arbeit auch Auswirkungen auf die berufliche Entwicklung von Frauen hat, die oft ihre Karriere zugunsten der Kinderbetreuung zurückstellen müssen. Um diese Ungleichheit zu adressieren, sind gesellschaftliche Veränderungen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie notwendig.
Die Diskussion um die Gleichstellung der Geschlechter in der Familienarbeit bleibt in Bayern ein wichtiges Thema, das sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene angegangen werden muss.
Quellen: Der Tagesspiegel