Ein mutmaßlicher Anschlagsversuch mit einer Kamikaze-Drohne am Leipziger Flughafen sorgt bundesweit für höchste Alarmstufe. Wie US-Geheimdienste berichten, stammt die entdeckte Drohne eindeutig aus russischer Produktion. Die Behörden prüfen derzeit, ob der Vorfall direkt von russischen Akteuren gesteuert wurde oder ob es sich um eine indirekte Einflussnahme handelt.
Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) reagierte umgehend und kündigte an, die nationale Drohnenabwehr massiv auszubauen. Besonders kritisch sei die Lage an strategisch wichtigen Infrastrukturen wie Flughäfen. Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Leipzig soll daher ein neues Forschungszentrum zur Drohnensicherheit entstehen, das Technologien zur Detektion und Neutralisierung von Bedrohungen entwickeln soll.
Der Vorfall am Leipziger Flughafen hat Experten zufolge das Potenzial gewesen, ein „Inferno“ auszulösen. Die Drohne war mit einem Sprengsatz bestückt und wurde erst im letzten Moment entdeckt. Harald Likus von der Braunschweiger Zeitung warnt vor einer neuen Bedrohungsdimension: „Dies war kein Zufall, sondern ein gezielter Test.“
Seitdem wurden verstärkte Wachposten am Flughafen eingerichtet, und die Bundespolizei führt nun tägliche Drohnen-Scans durch. Die Ermittlungen dauern an, während die Bundesregierung über rechtliche und technische Maßnahmen zur Flughafensicherung berät.
Quellen: Welt Online, FAZ Online, MDR – Nachrichten