Ein katholischer Pfarrer aus dem hessischen Taunus hat nach 37 Jahren Dienstzeit sein Amt niedergelegt, um seiner langjährigen Partnerin ein Versprechen einzulösen: die Ehe. In einem emotionalen Abschiedsschreiben erklärte der Geistliche, dass seine Lebensgefährtin „lange genug auf ihn gewartet“ habe und er nun endlich der Liebe folgen wolle. Die Entscheidung, die Kirche zu verlassen, sei ihm nicht leichtgefallen, doch die Sehnsucht nach einem gemeinsamen Leben sei stärker geworden.
Das zuständige Bistum bestätigte die Nachricht und sprach von einer „überraschenden Entscheidung“, die jedoch respektiert werde. In der katholischen Kirche ist die Ehe für Priester grundsätzlich nicht vorgesehen, so dass die Heirat automatisch mit dem Austritt aus dem kirchlichen Dienst verbunden ist. Der Pfarrer, dessen Name nicht öffentlich gemacht wurde, hatte in einer kleinen Gemeinde im Hochtaunuskreis gewirkt und galt als engagierter Seelsorger.
Die Ankündigung löste unterschiedliche Reaktionen in der Gemeinde aus. Während viele Gemeindemitglieder Verständnis zeigten, äußerten andere Bedauern über den Verlust eines erfahrenen Geistlichen. Der Bischofssprecher betonte, dass die Kirche die persönliche Entscheidung achte, auch wenn sie theologisch nicht mit dem kirchlichen Amtsverständnis vereinbar sei. Der Pfarrer wird künftig außerhalb der Kirche leben und sich ganz seiner Familie widmen.
Quellen: Welt Online (DE, 24.08.2026 12:13)