KI-Boom in Brandenburg: Grüne und Umweltverbände fordern Strategie gegen Rechenzentren-Wildwuchs

Brandenburg entwickelt sich zu einem Hotspot für große Rechenzentren – eine Entwicklung, die im Zuge des globalen KI-Booms an Fahrt aufnimmt. In der Region um Berlin-Brandenburg sind mehrere solcher Anlagen im Bau oder in der Planung. Doch dieser Trend stößt bei Umweltschützern und der Opposition auf wachsende Kritik. Die Grünen sowie die Umweltverbände Grüne Liga und BUND fordern nun eine umfassende Landesstrategie mit verbindlichen ökologischen Standards.

Die geplanten Rechenzentren verbrauchen nach Angaben der Umweltorganisationen enorme Mengen an Energie und Wasser. Besonders kritisch sei die Belastung für die ohnehin angespannte Wasserversorgung in Teilen Brandenburgs. Zudem befürchten Experten, dass die Infrastruktur überlastet wird und landwirtschaftliche Flächen für Bauvorhaben verloren gehen. „Wir brauchen klare Vorgaben, wo, wie und unter welchen Bedingungen diese Anlagen entstehen dürfen“, sagte ein Sprecher des BUND.

Wirtschaftsministerin Anna Klement hingegen hält die Bedenken für übertrieben. Sie betont, dass die Ansiedlung von Technologieunternehmen für Brandenburg eine enorme Chance darstelle. „Wir schaffen Arbeitsplätze und positionieren uns als Innovationsstandort“, so Klement. Dennoch prüfe man mögliche regulatorische Maßnahmen, um Umweltbelastungen zu minimieren. Die Landesregierung will in den kommenden Wochen ein Positionspapier vorlegen.

Die Debatte zeigt die Spannung zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und ökologischer Nachhaltigkeit – eine Herausforderung, vor der Brandenburg zunehmend steht.

Quellen: Der Tagesspiegel, Welt Online