KI-Kameras sollen Waldbrände in Sachsen-Anhalt früher erkennen

Um Waldbrände in Sachsen-Anhalt künftig schneller zu erkennen, wird das Überwachungssystem des Waldbrandzentrums in Annaburg massiv modernisiert. Neue Hochleistungskameras und Künstliche Intelligenz (KI) sollen dabei helfen, Rauchentwicklungen bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren. Jede Minute zähle im Ernstfall, betonen Expert:innen des Zentrums.

Die Technik ist Teil eines landesweiten Ausbauprogramms zum Schutz der Wälder vor den Folgen des Klimawandels. Die Kameras scannen kontinuierlich große Waldgebiete und leiten verdächtige Muster automatisch an das Zentrum weiter. Durch maschinelles Lernen kann die KI zunehmend besser zwischen harmlosem Dunst und echtem Brandrauch unterscheiden. Dadurch soll die Anzahl falscher Alarme sinken, während echte Gefahren schneller erkannt werden.

Das Waldbrandzentrum in Annaburg koordiniert bereits jetzt die Brandbekämpfung in weiten Teilen des Landes. Mit der neuen Technik erhält es eine entscheidende Unterstützung, besonders in trockenen Sommermonaten, in denen die Gefahr von Großbränden steigt. Auch Kommunen und Feuerwehren profitieren von der schnelleren Alarmierung. Sachsen-Anhalt setzt damit auf Prävention durch Digitalisierung – ein Ansatz, der in anderen Bundesländern bereits erfolgreich erprobt wurde.

Quellen: MDR – Nachrichten