Auf der nordfriesischen Insel Sylt haben unbekannte Täter mehrere Reifen von Geländewagen beschädigt, indem sie gezielt Luft abließen. Die Vorfälle ereigneten sich in der Nacht zum Montag in verschiedenen Ortslagen, darunter Westerland und Kampen. Die Polizei bestätigte Ermittlungen gegen Mitglieder eines sogenannten Widerstandskollektivs, das bereits bundesweit mit ähnlichen Protestaktionen gegen fossile Mobilität aufgefallen ist.
Die Aktionen zielen offenbar darauf ab, symbolisch gegen den hohen Ressourcenverbrauch großer Fahrzeuge zu protestieren. Nachbarn hatten die beschädigten Fahrzeuge gemeldet, woraufhin die Beamten Spuren sicherten. Obwohl Sachbeschädigung grundsätzlich strafbar ist, prüft die Staatsanwaltschaft aktuell, ob ein rechtsgültiger Straftatbestand vorliegt, da kein permanenter Schaden entstanden ist.
Die Diskussion über Mobilität und Klimaschutz gewinnt auf Sylt besondere Brisanz: Die Insel ist sowohl Zielgruppe für wohlhabende Autobesitzer als auch Vorreiter in der Energiewende. Während einige Anwohner die Aktionen als störend empfinden, regt sich bei anderen Verständnis für die zugrundeliegende Botschaft. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden, und warnt vor Eigenjustiz.
Quellen: Der Tagesspiegel