Kölner Dom: Eintrittsgelder decken zur Hälfte die Betriebskosten

Seit Anfang Juli betreten Besucher den Kölner Dom nicht mehr kostenlos. Für 12 Euro pro Person ist der Zutritt nun gewährt – eine Maßnahme, die das Domkapitel zur Finanzierung der hohen Erhaltungskosten eingeführt hat. Nach einem Monat zieht die Verwaltung erste Zwischenbilanz: Die Einnahmen decken laut Domkapitel etwa die Hälfte der täglichen Betriebskosten, die bei rund 15.000 Euro liegen.

Der Kölner Dom, eines der meistbesuchten Wahrzeichen Deutschlands, benötigt jährlich rund 5,5 Millionen Euro für Reinigung, Sicherheit, Restaurierung und Personal. Bisher wurden diese Kosten vollständig durch Spenden, kirchliche Mittel und öffentliche Zuschüsse getragen. Mit der Einführung des Eintrittsgebührenmodells soll eine langfristige, unabhängige Finanzierungsgrundlage geschaffen werden.

Das Domkapitel betont, dass Schüler, Studierende, Ordensleute und Kölner Bürger weiterhin kostenfrei Zugang erhalten. Zudem bleibt der Besuch während Gottesdiensten und Andachten kostenlos. Kritik an der Gebühr kommt vor allem von Touristenverbänden und Teilen der Öffentlichkeit, die den Dom als öffentlichen Raum betrachten.

Trotz der Diskussion zeigt die bisherige Resonanz: Die meisten Besucher akzeptieren die Gebühr, insbesondere ausländische Touristen, die den Dom als kulturelles Highlight wahrnehmen. Das Domkapitel kündigt an, die Einnahmen transparent einzusetzen und halbjährlich Bericht über die Verwendung zu erstatten.

Quellen: Der Tagesspiegel