Kultursommer in Sachsen-Anhalt: Cosy Festival und Theaternatur beleben ländliche Regionen

Während in der Öffentlichkeit Sicherheitsdebatten überwiegen, zeigt Sachsen-Anhalt auch eine andere Seite: eine lebendige, engagierte Kulturlandschaft. Im beschaulichen Dornburg bei Jerichow verwandeln ehrenamtliche Organisierende das lokale Schloss in einen pulsierenden Ort für zeitgenössische Kunst, Partys und politische Diskurse. Das Cosy Festival zieht jährlich Tausende Besucher*innen an und versteht sich als utopischer Gegenentwurf zu gesellschaftlicher Spaltung.

Trotz Widerstand aus Teilen der lokalen Bevölkerung bleibt das Team beharrlich. „Wir stehen zu unserer Utopie“, heißt es aus dem Organisationsteam. Auf dem Programm stehen Performances, DJ-Sets, Workshops und Podiumsdiskussionen zu Themen wie Klimagerechtigkeit und solidarischer Gemeinschaft.

Nur wenige Kilometer entfernt, im Harz, startet gleichzeitig das Festival Theaternatur in Benneckenstein. Trotz Vandalismus und finanzieller Engpässe präsentiert es in diesem Jahr 22 Veranstaltungen – darunter eine neue Inszenierung von „Schneewittchen“ und Gastspiele bekannter Persönlichkeiten wie Aljoscha Stadelmann. Das Festival nutzt die natürliche Kulisse des Berglands für Theaterstücke im Freien und betont dabei den Dialog zwischen Natur, Kunst und Zuschauer*innen.

Beide Festivals unterstreichen die Bedeutung kultureller Initiativen gerade in strukturschwachen Regionen. Sie bieten nicht nur Unterhaltung, sondern auch Raum für gesellschaftliche Reflexion – fernab der Metropolen, aber mitten im Leben.

Quellen: MDR – Nachrichten