Der Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt warnt vor einer raffinierten Desinformationskampagne im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl am 6. September. Wie aktuelle Ermittlungen nahelegen, werden akribisch nachgebaute Internetseiten seriöser deutscher Medien genutzt, um falsche Nachrichten zu verbreiten. Unter anderem wurde eine gefälschte Webseite der Süddeutschen Zeitung entdeckt, die täuschend echt wirkt.
Experten gehen davon aus, dass eine russische Hackergruppe hinter den gefälschten Seiten steht. Ziel sei es, das Vertrauen in etablierte Medien zu untergraben und politische Unsicherheit zu schüren. Die gefälschten Portale verbreiten oft manipulierte Inhalte zu Themen wie Migration, Wirtschaftspolitik und Sicherheitslage – besonders in ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt.
„Solche Taktiken zielen darauf ab, gesellschaftliche Spaltungen zu vertiefen und Demokratieprozesse zu stören“, erklärte ein Sprecher des Landesamts für Verfassungsschutz. Bürgerinnen und Bürger seien daher angehalten, Quellen kritisch zu prüfen, insbesondere wenn Nachrichten über soziale Medien oder unbekannte Webadressen verbreitet würden.
Die Landeswahlbehörde hat parallel Informationskampagnen gestartet, um Wähler über sichere Informationsquellen und korrekte Wahlverfahren aufzuklären. Auch Plattformen wie MDR und T-Online beteiligen sich mit Aufklärungsformaten, um Fehlinformationen entgegenzuwirken.
Quellen: Süddeutsche Zeitung, T-Online Nachrichten