Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Tausende protestieren vor entscheidendem Urnengang

Am Vorabend der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben zahlreiche Bürger:innen in Magdeburg ein deutliches Zeichen für Demokratie gesetzt. Tausende Teilnehmer:innen folgten dem Aufruf von zivilgesellschaftlichen Bündnissen zu einer Großkundgebung vor dem Landtagsgebäude. Die Stimmung war aufgeladen – viele Ängste richteten sich auf ein möglicherweise starkes Abschneiden der AfD, das laut aktuellen Umfragen eine absolute Mehrheit nicht ausschließt.

Eine zentrale Rolle bei der Kundgebung spielte die Holocaust-Überlebende Ruth Blum, die mit bewegenden Worten vor dem Erstarken von Hass und Rassismus warnte. „Ich habe gesehen, wohin der Schweigende führt, wenn er wegschaut“, sagte die 94-Jährige unter tosendem Applaus. Ihre Anwesenheit verlieh der Demonstration eine historische Tiefe und unterstrich die Dringlichkeit des demokratischen Widerstands.

Parallel dazu zeigte Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) Flagge im Kampf gegen die Rechtspopulisten. Der amtierende Regierungschef nahm an einer weiteren Anti-AfD-Kundgebung teil, um das Bündnis für eine offene Gesellschaft zu stärken. Die Spannung im Freistaat ist hoch: Noch immer gilt ein großer Teil der Wähler:innen als unentschlossen. Die kommenden Stunden könnten über die politische Zukunft Sachsen-Anhalts entscheiden.

Quellen: Der Tagesspiegel, ntv – Nachrichten, Spiegel Online – Deutschland