In der sächsischen Lausitz wächst die Sorge um die maroden Moore. Jahrzehntelange Trockenlegung für Landwirtschaft und Braunkohleförderung haben die empfindlichen Ökosysteme dauerhaft geschädigt. Heute setzen diese entwässerten Moore große Mengen an Kohlendioxid frei und gelten als Brandherde im Klimawandel. Experten warnen: Ohne rasche Wiedervernässung könnte sich die Lage weiter verschärfen.
Am Daubaner Moor bei Bautzen zeichnet sich ein dramatisches Bild ab. Moormanager berichten von aufgerissenen, ausgetrockneten Flächen, die bei Trockenheit leicht in Brand geraten können. „Ein intaktes Moor speichert Wasser und bindet CO2 – ein zerstörtes Moor tut genau das Gegenteil“, erklärt ein Umweltwissenschaftler vor Ort. Inzwischen arbeiten Behörden und Naturschutzorganisationen eng zusammen, um erste Renaturierungsmaßnahmen umzusetzen.
Die Wiedervernässung ist jedoch komplex und langwierig. Es gilt, Wasserspiegel langsam wieder anzuheben, ohne angrenzende Siedlungen zu gefährden. Gleichzeitig muss mit Landwirten verhandelt werden, deren Flächen betroffen sind. Die sächsische Landesregierung hat mittlerweile ein Moor-Restaurierungsprogramm angekündigt, das auch EU-Fördermittel nutzen soll. Doch die Zeit drängt – denn jedes Jahr, das vergeht, kostet das Klima.
Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 15.08.2026 04:00), MDR – Nachrichten (DE, 15.08.2026 03:00)