Lehrermangel in Sachsen-Anhalt: Freiwillige Mehrarbeit soll Unterrichtsausfälle verhindern

In Sachsen-Anhalt kämpfen Schulen weiterhin mit massivem Unterrichtsausfall. Aktuell muss im Durchschnitt jede 16. Schulstunde ersatzlos gestrichen werden, wie der MDR berichtet. Als Notlösung hat das Bildungsministerium nun eine Initiative gestartet, die es Lehrkräften ermöglicht, freiwillig zusätzliche Stunden zu übernehmen.

„Die Situation ist nach wie vor angespannt“, erklärt ein Sprecher des Ministeriums. „Durch die freiwillige Mehrarbeit unserer engagierten Lehrkräfte können wir wenigstens die schlimmsten Ausfälle abfedern.“ Besonders betroffen sind ländliche Regionen, wo Ersatz für kranke Kollegen oft schwer zu finden ist.

Bildungsexperten warnen jedoch vor langfristigen Folgen: „Dauerhafte Überlastung führt zu Burnout und macht den Beruf unattraktiv“, so die Gewerkschaft GEW. Sie fordert stattdessen eine grundlegende Personaloffensive. Das Land verweist auf laufende Einstellungsverfahren, doch die Zahlen neuer Lehrkräfte reichen bei weitem nicht aus, um die Lücken zu schließen.

Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 14.04.2026 17:40)