Während die Schulen in Baden-Württemberg in die Sommerferien gehen, verlieren hunderte Lehrreferendare ihre berufliche Tätigkeit – obwohl der Mangel an Pädagogen weiterhin akut ist. Das sogenannte ‚Ferienloch‘ bedeutet, dass junge Lehrkräfte nach Abschluss ihrer Prüfungen zwar referendarsfähig sind, aber in der Ferienzeit keine offizielle Anstellung erhalten können.
Dagegen regt sich seit Jahren Kritik von Gewerkschaften und Betroffenen. Sie fordern eine gesetzliche Regelung, die es ermöglicht, Referendare auch in den Ferien als vollwertige Lehrkräfte einzusetzen – etwa zur Betreuung von Schüler*innen oder zur Vorbereitung des neuen Schuljahres. Aktuell endet das Dienstverhältnis jedoch automatisch mit dem Schulschluss vor den Ferien.
Die Landesregierung argumentiert mit formalen Hürden im Beamtenrecht und im Ausbildungssystem. Doch Kritiker sehen darin einen unnötigen bürokratischen Stillstand, der weder den Schulen noch den jungen Fachkräften helfe. Gerade in Zeiten von Unterrichtsausfall durch Krankheit oder Personalengpässe könnte eine flexible Lösung Entlastung bringen.
Auch im Sommer 2026 bleibt das System unverändert – und damit das Dilemma für viele engagierte Nachwuchslehrer, die erst nach den Ferien wieder in den schulischen Alltag zurückkehren können.
Quellen: ZDF Heute – Nachrichten