In Ettlingen, einer Stadt im Raum Karlsruhe, sorgt ein neu errichteter Radweg für Frustration bei Anwohnern und Radfahrenden. Obwohl der Weg mit modernen Laternen ausgestattet ist, bleiben diese dunkel – das Licht geht nicht an. Der Grund: Die Inbetriebnahme der Beleuchtung unterliegt einer Genehmigung aus Gründen des Naturschutzes, die bislang nicht erteilt wurde. Laut lokalen Behörden ist unklar, welche Stelle genau zuständig ist, was zu einem administrativen Stillstand führt.
Der Radweg sollte eigentlich die Verkehrssicherheit verbessern und den Nahverkehr fördern. Stattdessen wirkt die installierte, aber inaktive Beleuchtung absurd und verschwendet öffentliche Mittel. Bürgermeister und Planer bemühen sich nun um eine Lösung, doch die Abstimmung zwischen Umweltbehörden, Straßenbauamt und Naturschutzverbänden gestaltet sich schwierig. Insbesondere der Schutz nachtaktiver Tiere, wie Fledermäuse oder bestimmte Insekten, spielt eine zentrale Rolle in der Diskussion.
Die Stadt versichert, dass man intensiv an einer Lösung arbeite, die sowohl Naturschutzbelange als auch die Sicherheit der Radfahrenden berücksichtige. Bis dahin müssen Nutzer:innen den Weg im Dunkeln nutzen – bei bester Sicht oder mit eigener Beleuchtung. Die Situation in Ettlingen wirft Fragen auf über Planungsabläufe und die Koordination zwischen technischer Infrastruktur und ökologischen Vorgaben in Baden-Württemberg.
Quellen: ZDF Heute – Nachrichten